MOVE 2010 – Themen, Vorträge, Impressionen

Eine Zusammenfassung der freien Journalistin Dr. Andrea Neuhaus.

700 Teilnehmer – vielfältig und farbig

Von der Jugendherberge in Düsseldorf sind es nur ein paar Schritte bis ans Rheinufer, das bevölkert ist von Spaziergängern, Radfahrern und Joggern: der erste warme Tag seit langem. Einige Mädchen, vielleicht 14-18 Jahre alt, sonnen sich auf der Terrasse der Jugendherberge. Sie tragen Jeans oder Sommerkleider, Sonnenbrillen, Sandalen oder Chucks. Ein Stück entfernt, im Schatten der Bäume steht ein Rednerpult. „Alle unter 18 bitte näher herankommen, dahinten hört ihr mich nicht“ ruft Pater Klaus Einsle LC – er möchte „MOVE“, das Familientreffen der Apostolatsbewegung „Regnum Christi“ eröffnen. Viele folgen seiner Aufforderung: Jugendliche, die gekommen sind, um Vorträge zu hören und neue Impulse zu gewinnen. Viele folgen seiner Aufforderung: Jugendliche, die gekommen sind, um Vorträge zu hören und neue Impulse zu gewinnen. Sie sind neugierig und offen und stehen fest im Glauben: eine neue Generation, jung, modern, katholisch. Rund 700 Teilnehmer haben sich unter dem Motto „Meine Hoffnung von Jugend auf“ versammelt, Jugendliche, junge Familien mit Kindern. Die Kinder laufen durch die Gänge, über die Terrasse, sie spielen und basteln. Die Jungen spielen Fußball oder gehen zum Stunt-Training, die Mädchen in die Kletterhalle. Stände informieren über die verschiedenen Initiativen des Regnum Christi, z. B. die medizinische Hilfsinitiative „Medical Mission Network“. Zwei Jungen, etwa 10 Jahre alt, erzählen selbstbewusst, wie sie gemeinsam für eine Hilfsaktion Lebensmittel für Bedürftige gesammelt haben.

Freiheit, Persönlichkeit und Beziehung zu Gott

Die Vorträge an diesem Pfingstsamstag sind vielseitig und doch kreisen viele um eine gemeinsame Frage: Wie kann man in Freiheit die eigene Persönlichkeit entwickeln, herausfinden, wer man ist, und dabei größer werden? P. William Webster erklärt, was Erfolg bedeutet: „Dein ganzes Potenzial, das in dir steckt, auszuleben. Das Beste aus dir herausholen: Lieben, da sein für andere, selbstlose Entscheidungen treffen. Wenn du aus einem Talent, was Gott Dir gegeben hat, 10 machst. Das ist Erfolg.“ Doch Erfolg gibt es nicht ohne Freiheit: Nur Prinzipien können davor schützen, zum Spielzeug der eigenen Leidenschaften zu werden, von Gier, Zorn und Faulheit. „Erfolgreiche Führungspersönlichkeiten haben eines gemeinsam: Alle halten zu klaren Prinzipien. Und diese Prinzipien sind deutlich von ihrem Glauben, ihrer Beziehung zu Gott und der Kirche abhängig.“

Die Beziehung zu Gott, das klingt oft an, verleiht Stabilität und Stärke. „Nur in der Erfahrung der Liebe Gottes kann der Mensch alle Bereiche seines Daseins verankern, nur diese Liebe macht seine Existenz sinnvoll und schenkt ihm Vertrauen“, erklärt Melanie Zoll eine gottgeweihte Frau des Regnum Christi. „Christus will alle an sich ziehen, alle Menschen ohne Ausnahme“, fährt sie fort. Doch er kommt nicht als Eroberer: Er liebt die Menschen, bevor sie ihn lieben, und gibt sich ihnen hin. „Christus möchte, dass wir ihm das Kostbarste geben, was wir haben: das Herz und unsere Liebe. Er ist ein wahrer Freund: Von einer geliebten Person nicht das Beste zu fordern ist Gleichgültigkeit.“

Der Glaube lässt wachsen, macht groß und frei: Dies ist die Botschaft vieler Vorträge und Impulse – eine Botschaft, die die vielen jungen Menschen bewegt, die sich nach oft langer Anreise an diesem sonnigen Maitag in den Tagungsräumen versammelt haben. Eine Botschaft, die auch die jungen Männer und Frauen ergriffen hat, die als „Co-Worker“ Gott ein Jahr ihres Lebens schenken: Sie unterstützen die Priester der Legionäre Christi bei ihrer pastoralen Tätigkeit, vor allem bei Projekten für Kinder und Jugendliche. Oder die gottgeweihten Frauen, junge Frauen mit offenen, fröhlichen Gesichtern. Sie alle beweisen eins: Jung, weltoffen und gläubig zu sein ist kein Widerspruch und keine Ausnahme, sondern wohltuende Normalität.

PUBLIKATIONSDATUM: 2010-05-23 (Artikel von der Homepage des Regnum Christi)

 
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